Lüneburg - Chronik
3. Entwicklung der Stadt (bis 1371)
1230
Aus Bruchsteinen des Gipsbruches entsteht das älteste Rathaus

1229 - 1273
Die Lüneburger Saline geht vom Landesherrn schrittweise über an die Sülzbegüterten, vornehmlich infolge der Politik der für den Sülzbetrieb ausschlaggebenden Sülfmeister (Salzsieder), die bald Lüneburgs Patriziat bilden.
Spätestens seit 1262 umfaßt die Saline 54 Siedehütten mit 216 Siedepfannen.

Der alte Sod, Lüneburg 1595
Der alte Sod, Lüneburg 1595
1235
Niederlassung der Franziskaner nahe dem Rathaus

28.04.1247
Herzog Otto das Kind bestätigt und erweitert das Stadtrecht von Lüneburg.
Die Stadt erhält umfangreiche Privilegien.

1250
Erstmalige Erwähnung einer palisadenbewehrten Stadtumwallung.

1273
Die Solquelle an der Neuen Sülze geht durch Kauf an die Saline über.
Gleichzeitig erhält die Saline das Salzmonopol im Fürstentum Lüneburg.

Lüneburg um 1300 n.Chr.

Lüneburg um 1300 n.Chr.
Legende

1289-1308
Der erste Bauabschnitt der heutigen St. Johannis-Kirche wird gebaut Drei etwa gleichhohe Kirchenschiffe in "neuartiger" Hallengestaltung.
Ihr Ursprung liegt schon im 9. Jahrhundert. Als Vorläufer des gegenwärtigen Monumentalbaus kann ein auf Feldsteinfundamenten errichtetes Fachwerkgebäude angenommen werden. (1174 erste urkundliche Erwähnung)

06.01.1293
Die Landstände übernehmen durch Kauf die herzogliche Münze mit Sitz in Lüneburg
Lüneburg übernimmt als Hauptinteressent den größten Teil der Kaufsumme.

1293
Erste urkundliche Erwähnung des Ratsziegelhofes.
Beginn des Backsteinbaus in Lüneburg.
(Der Ziegelbetrieb wurde erst 1870 eingestellt)

1297
An die Stelle der Plankenbefestigung Lüneburgs sind Stadtmauern getreten.

1298
Bau der neuen Brücke über die Ilmenau zum Werder

1346
Erste Erwähnung eines Krans (Der Kran in seiner heutigen Gestalt stammt aus dem 18. Jahrhundert)

1363
Lüneburg leistet eine Zahlung von 200 Mark an die Hanse, schließt sich aber erst nach 1371 der Hanse an, zu der es schon Beziehungen seit längerer Zeit unterhält. Lüneburg erlangt bald (um 1400) eine führende Stellung. (Von 1412 bis 1619 finden 36 Hansetagfahrten in Lüneburg statt.

1369
Die herzögliche Stadtvogtei fällt durch Pfandschaft an die Stadt.

 
1370 - 1388
Lüneburger Erbfolgekrieg
Nach dem Erlöschen der Lüneburger Linie des Welfenhauses, als Herzog Wilhelm 1369 starb.
Anwartschaft des vom letzten Lüneburger Welfenherzog Wilhelm als Nachfolger bestimmten Herzogs Magnus Torquatus, mit dem die Stadt infolge seiner Gewalttätigkeit seit 1370 in Konflikt gerät, sowie den angeheirateten askanischen Herzöge von Sachsen-Wittenberg.

Am 28. Mai 1388 wird Lüneburg, auf der Seite der askanischen Fürsten kämpfend bei Winsen an der Aller besiegt, behauptet schließlich seine Privilegien, als den Herzögen Bernhard und Heinrich (aus dem mittlerem Welfenhause Lüneburg) nach Verzicht der Askanier die Herrschaft zufällt.

01.02.1371
Zerstörung der herzoglichen Burg auf dem Kalkberg durch die Lüneburger.
Das mitbetroffene Michaeliskloster wird ab 1376 innerhalb der Stadt neu erbaut.

21.10.1371
Am Ursulatag behaupten die Lüneburger Bürger ihre Freiheiten und Stadtrechte gegen Herzog Magnus, der nach der Zerstörung der Burg versucht, die Stadt mit Waffengewalt zurückzuerobern.
Beginn der selbständigen städtischen Politik.

Ereignisse im Lüneburger Erbfolgekrieg aus einer Bilderchronik von 1595 Ereignisse im Lüneburger Erbfolgekrieg aus einer Bilderchronik von 1595 Ereignisse im Lüneburger Erbfolgekrieg aus einer Bilderchronik von 1595
Ereignisse im Lüneburger Erbfolgekrieg aus einer Bilderchronik von 1595

[zurück zur Übersicht]     [weiter: Blütezeit (1371 - 1637)]